Wünsche erfüllen sich nicht durch verbranntes Papier
Die Rauhnächte sind vorbei, und ich habe sie dieses Jahr bewusst begleitet – für mich selbst und in meiner Arbeit mit anderen. Dabei wurde mir bewusst, wie leicht die Tiefe des 13-Wünsche-Rituals verloren geht, wenn es nur auf das Verbrennen von Zetteln reduziert wird.
In den letzten Tagen stoße ich immer wieder auf Kommentare, in denen das Ritual isoliert vom größeren Kontext der Rauhnächte dargestellt wird – losgelöst von Reflexion, Selbstbeobachtung und Neuausrichtung, die diese besondere Zeit eigentlich ausmachen.
Das stört mich, da zieht sich etwas in mir zusammen. Nicht aus Ablehnung der Menschen dahinter, sondern weil diese Abspaltung die Tiefe des Rituals verkleinert und seine Kraft verwässert. Ich schreibe das hier, um klarzumachen, worum es wirklich geht.
Um echte Veränderung und die Bereitschaft, sich selbst dabei zu bewegen.
Wo Wünschen Verantwortung berührt
Ich liebe das 13-Wünsche-Ritual.
Dieses bewusste Wünschen zwischen den Jahren, das Innehalten, das Nicht-Wissen, welcher Wunsch wann verbrannt wird – und ob er sich erfüllt.
Ja, ich hoffe darauf, dass die zwölf verbrannten Wünsche vom Universum erfüllt werden.
Ich glaube an die Magie, an Wunder, an Zeichen.
Aber die Magie der Rauhnächte lebt nicht allein durch Symbolik oder Hoffnung. Sie lebt durch die innere Bewegung, die wir selbst gehen, durch das bewusste Reflektieren, Durchschreiten und Verkörpern dieser Tage.
Der Wunsch, der bei uns bleibt
Am Ende bleibt ein Wunsch übrig: der 13. Wunsch.
Für seine Erfüllung sind wir selbst verantwortlich – und genau das ist Teil des Rituals.
Es ist kein optionaler Schritt,
kein Bonus,
kein „Vielleicht erfülle ich ihn, wenn ich Lust habe“.
Oft lese ich Kommentare wie:
„Der Wunsch ist mir zu schwierig.“
„Ich schaffe ihn gerade nicht.“
„Dann lasse ich ihn liegen und hoffe, dass die anderen Wünsche sich erfüllen.“
Manche denken sogar, sie könnten ihn im nächsten Jahr erneut aufschreiben – in der stillen Hoffnung, dass das Universum ihn dann übernimmt.
Dieser Impuls ist verständlich: Der 13. Wunsch fühlt sich oft zu groß, zu bedeutsam an.
Meist ist es der Wunsch, von dem wir uns insgeheim gewünscht hätten, dass das Universum ihn übernimmt.
Aber genau so funktioniert es nicht.
Das Universum erfüllt nicht einfach Wünsche, weil wir Zettel verbrennen.
Es reagiert auf innere Bereitschaft, auf echte Verbindlichkeit und Handlung.
Es will sehen, dass wir selbst Schritte gehen, dass wir uns einbringen.
Der 13. Wunsch wartet auf Bereitschaft, Mut und aktive Bewegung.
Wer ihn nicht annimmt, überspringt den Schritt, der die anderen Wünsche überhaupt erst möglich macht.
Die Wünsche erfüllen sich nicht durch das Ritual, sondern durch Innenschau, Loslassen, Reflexion und Neuausrichtung.
Das leise innere Ja
Der 13. Wunsch ist das Prüfstück der Rauhnächte.
Nicht laut, nicht fordernd – aber klar.
Es geht nicht darum, etwas leisten zu müssen, sondern darum, sich selbst ernst zu nehmen.
Dieses leise innere Ja ist der eigentliche Zauber.
Wer im Außen eine Veränderung spüren will, muss im Inneren bereit sein, sich zu bewegen.
Nicht hart. Nicht erzwungen. Sondern bewusst, ehrlich, aus eigener Bereitschaft.
Das Außen folgt dem Innen. Immer.
Was bleibt, wenn die Rauhnächte enden
Die Rauhnächte nehmen uns nichts ab.
Aber sie laden uns ein, uns selbst ein Stück näher zu kommen – zu dem Menschen, der wir werden dürfen, damit unsere Wünsche überhaupt Raum finden.
Genau das ist ihr Geschenk: dass wir bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, loszugehen und uns selbst zu verwirklichen.
Und genau hier, in der Bereitschaft, wirklich für den eigenen Wunsch loszugehen, liegt die echte Magie.
Mehr über die Rauhnächte erfährst du hier.
Mehr über das 13-Wünsche-Ritual erfährst du hier.

Ich habe sehr gute Erfahrungen durch die Rauhen Nächte gehabt.
Das aufschreiben und verbrennen der Wünsche hat mir sehr viel bedeutet. An meinen 13.Wunsch glaube ich besonders fest ,da es sich nicht um Geldgeschenke oder Lottogewinn handelt.
Mein 13. wunsch braucht Aufmerksamkeit und Geduld und beides ist mir dank der Rauhen Nächte bewußt geworden.