Bewusste Pausen im Alltag: Zurück zu dir selbst
Es gibt Tage, an denen alles zu laut ist – Gedanken, Aufgaben, Erwartungen. Du fühlst dich zerrissen zwischen dem, was sein soll, und dem, was du wirklich brauchst. Vielleicht merkst du, dass du rastlos bist, dass du dich hetzt, obwohl dein Körper nach Ruhe schreit. Genau in diesen Momenten liegt eine Kraft, die wir oft übersehen: die Pause.
Pausen sind kein Aufschub. Sie sind keine verlorene Zeit. Sie sind Räume, in denen wir wieder zu uns selbst finden. Wenn du innehältst, kommst du in Kontakt mit dem, was wirklich wichtig ist – mit deinem Atem, deinem Körper, deinen Gefühlen. Dort, im Stillen, hörst du die Impulse, die vorher unter dem Lärm verborgen waren.
Reflexion, um anzukommen
Nimm dir einen Moment und spüre deinen Körper: Wo ist Spannung? Wo ist Leichtigkeit?
Welche Gedanken tauchen immer wieder auf? Welche davon gehören wirklich zu dir, und welche sind nur fremde Erwartungen?
Wo spürst du Druck, den du loslassen kannst, wenn du es erlaubst?
Praktische Übungen für den Alltag
1. Die bewusste Pause:
Finde einen ruhigen Ort, schließe die Augen und nimm einige tiefe Atemzüge.
Spüre in deinen Körper hinein. Wo bist du fest? Wo darf etwas weich werden?
Lass die Gedanken vorbeiziehen wie Wolken. Du musst nichts festhalten, nichts lösen, nichts sofort verstehen.
Bleibe in diesem Raum so lange, wie du es brauchst. Vielleicht fünf Minuten, vielleicht länger. Spüre, wie Ruhe entsteht.
2. Mini-Pausen im Alltag:
Auch zwischen Terminen, beim Gehen oder in der Warteschlange kannst du kurz anhalten.
Nimm drei bewusste Atemzüge.
Frage dich: „Was brauche ich gerade wirklich?“
Lass die Antwort kommen, ohne zu werten. Oft ist es nur Stille, manchmal ein kleiner Impuls.
3. Reflexionspause am Abend:
Setze dich kurz hin, bevor du den Tag beendest.
Spüre, was heute in dir war, was dich bewegt hat.
Nimm dir einen Satz oder ein Wort, das dich begleitet oder beruhigt.
Schreibe es auf, wenn du magst – ohne Anspruch auf Perfektion. Es geht nur um das Spüren, nicht ums Tun.
Nimm dir Zeit für dich. Ganz bewusst.
Tu das, was dich zurück in deinen Körper bringt – raus aus dem Tun, hinein ins Spüren.
Das, was dir guttut. Ohne Ziel. Ohne Verpflichtung.
Pausen schenken uns die Chance, aus dem Funktionieren herauszutreten und in die eigene Präsenz zu kommen. Sie lassen uns erkennen, was echt ist und was nur laut war. Wer die Pause nicht fürchtet, sondern sie bewusst einlädt, spürt die eigene Kraft klarer, sanfter und voller.
In der Stille zeigt sich, dass wir nichts erzwingen müssen. Alles, was wirklich zählt, kommt zu dir – klar, ruhig und in der eigenen Geschwindigkeit.
Wenn du mehr über kleine achtsame Momente im Alltag lesen möchtest, kannst du hier nachlesen:
→ Achtsamkeit & Selbstfürsorge im Alltag
Für sanfte Impulse, wie du wieder zu deiner Kraft findest, schau auch in meinen Beitrag
→ Ankommen bei dir
