EFT – Klopfen für mehr Leichtigkeit
Manchmal fühlen wir uns von Gedanken oder Gefühlen gebremst. Da sind Stimmen wie „Ich schaffe das nicht“ oder Gefühle wie Angst, Wut oder Anspannung, die uns ausbremsen. Sie sind einfach da – und das ist okay. Statt gegen sie anzukämpfen, kannst du sie annehmen und mit EFT Schritt für Schritt loslassen.
EFT – Emotional Freedom Techniques – ist eines meiner absoluten Lieblingstools. Vielleicht hast du es schon in meiner Übersicht über meine wichtigsten Begleiter kennengelernt.
Es ist so unkompliziert, dass du es jederzeit anwenden kannst – in Momenten, in denen dich Emotionen überwältigen oder wenn du einfach wieder bei dir ankommen möchtest. EFT verbindet sanfte Akupressur mit Worten, die helfen, das anzunehmen, was gerade da ist – und es dann zu transformieren. Oft dauert das nur wenige Minuten.
Was ist EFT eigentlich?
EFT ist eine Klopftechnik, bei der du bestimmte Punkte an deinem Körper sanft beklopfst – ähnlich wie in der Akupressur. Diese Punkte liegen auf Energiebahnen, den Meridianen. Wenn der Energiefluss blockiert ist, können sich Stress oder belastende Gefühle festsetzen. Das Klopfen hilft, diese Blockaden zu lösen und mehr Ruhe und Ausgeglichenheit zu finden.
Das Schöne ist: EFT wirkt oft schon nach kurzer Zeit. Du brauchst keine Vorkenntnisse, nur deine Bereitschaft, dich liebevoll dem zuzuwenden, was gerade da ist.
Wann kannst du EFT nutzen?
EFT kann dich unterstützen, wenn du spürst, dass etwas in dir feststeckt. Vielleicht bist du angespannt, traurig, wütend oder zweifelst an dir. Vielleicht möchtest du ein altes Thema loslassen oder einfach einen anstrengenden Tag abschließen.
EFT ist hilfreich bei:
- ✧ Ängsten (z.B. Prüfungsangst, Flugangst)
- ✧ Stress und innerer Unruhe
- ✧ Wut, Traurigkeit oder Scham
- ✧ belastenden Glaubenssätzen
- ✧ körperlicher Anspannung, die mit Gefühlen verknüpft ist
Was, wenn beim Klopfen Gefühle durchbrechen?
Es kann passieren, dass beim Klopfen Emotionen spürbar werden – Tränen, ein Zittern oder ein tiefes Aufatmen. Das ist vollkommen normal und ein Zeichen dafür, dass sich etwas löst, was lange im Inneren festgehalten wurde. Lass diese Gefühle da sein und begegne dir dabei mit Mitgefühl und Geduld. Es ist ein heilender Prozess, der dich Schritt für Schritt freier macht.
Warum wirkt EFT so schnell?
EFT bringt Körper und Geist zusammen. Das sanfte Klopfen beruhigt dein Nervensystem, während du gleichzeitig mit wohlwollenden Worten in Kontakt mit deinen Gefühlen gehst. So dürfen alte Muster sich verändern, ohne dass du viel Anstrengung brauchst.
So funktioniert EFT – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung
-
Thema benennen
Spüre in dich hinein: Was möchtest du klären? Formuliere dein Thema so konkret wie möglich – zum Beispiel „Diese Angst vor dem Gespräch“ oder „Diese Anspannung in meiner Brust“. -
Intensität bewerten
Auf einer Skala von 0 bis 10 – wie stark ist dein Gefühl gerade? -
Die Einstimmung
Klopfe die Handaußenkante (Karatepunkt) und sprich drei Mal laut oder leise:
„Auch wenn ich [dein Gefühl] habe, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.“ -
Klopfrunde 1 – Das Gefühl da sein lassen
Klopfe nacheinander die Punkte und beschreibe dabei dein Gefühl mit deinen eigenen Worten:- ✧ Scheitelpunkt
- ✧ Augenbrauenansatz
- ✧ Schläfen
- ✧ Unter den Augen
- ✧ Unter der Nase
- ✧ Kinnpunkt
- ✧ Schlüsselbein
- ✧ Rippenpunkt
-
Erneute Bewertung
Bewerte noch einmal auf der Skala von 0 bis 10: Hat sich etwas verändert? -
Klopfrunde 2 – Neutralisieren
Klopfe alle Punkte erneut und sprich Sätze wie:
„Danke, dass du da bist.“
„Es ist okay, dass ich mich so fühle.“
„Vielleicht darf es jetzt leichter werden.“ -
Erneute Bewertung
Wie intensiv ist dein Gefühl jetzt? Nimm dir Zeit, nachzuspüren. -
Klopfrunde 3 – Positive Veränderung einladen
Klopfe alle Punkte ein drittes Mal und wähle bestärkende Sätze:
„Ich wähle jetzt Vertrauen.“
„Ich öffne mich für Liebe und Frieden.“
„Ich bin sicher.“ -
Abschließende Bewertung
Wie fühlt es sich jetzt an? Wenn dein Gefühl noch stark ist, kannst du die Runden einfach wiederholen – in deinem eigenen Tempo.
Meine Tipps für deine Praxis
- ✧ Klopfe so sanft, dass es angenehm bleibt.
- ✧ Sprich die Sätze laut oder im Stillen – so, wie es sich für dich stimmig anfühlt.
- ✧ Trink nach dem Klopfen ein Glas Wasser, das unterstützt den Prozess.
- ✧ Nimm dir danach einen Moment Zeit, um bewusst nachzuspüren.
Viel Freude beim Ausprobieren.
Von Herz zu Herz,
Maike
